« Tilbage til søgeresultaterne

En Enquete

« Se emneord

I November Maaned fik Redaktionen fra Stock­holm tilsendt en Anmodning fra »Berliner Lokal Anzeiger«s skandinaviske Correspondent om at rette Spørgsmaalet: «Was würden die Frauen tun, wenn sie zur Herrschaft gelangten?« til de kvindestemmeretsinteresserede Damer i Danmark, for at deres Svar kunde komme i Bladets Julenummer.

Vi har for Nemhedens Skyld tilladt os at gengive de Svar, der kom, i Kvindestemmerets-Bladet, da vi ikke har faaet saa mange Numre af »Lokal-Anzeiger« at vi kan sende et til hver af de Damer, der har imødekommet Opfordringen. Vi beklager ikke at kunne fremvise den internationale Blanding af Svargivende Damer, der hører til Valgrets-Tribunerne’s, Scenernes og Litteraturens Spidser. Her er langtfra alle danske Navne - kun de, der har givet Svar gennem os. De er fremsat i alphabetisk Orden.

 

Lokal-Anzeigers Bidrag til Julenummeret hedder:

»Wenn wir Frauen herrschten - «

 

Andrea Brockmann.

Vorsitzende des sozialdemokratischen Frauenstimmrechts-Verbandes in Kopenhagen.

»Die Kriege würden wir abschaffen. Und die Welt eröfern für den Sozialismus«.

 

Mathilde Bajer.

Vicepräsidentin der Kopenhagener Gruppe des von ihr 1871 gegrundeten »Dänischen Frauenvereins«.

»Die Gerechtigkeit fordern besser als die Männer es getan«.

 

Charlotte Eilersgaard.

Bedeutende Schriftstellerin. Präsidentin des Wahlrechtverein in Middelfart.

»Wenn wir Frauen zur Herrschaft kommen, wollen wir bestrebt sein, die Fehlgriffe, deren sich die Männer schuldig machten, zu vermeiden. Da wir uns nie durch das Parteiband binden lassen werden, womit die Männer sich haben binden lassen. werden unsere Bewegungen freier werden«.

 

Astrid Stampe-Feddersen.

Vicepräsidentin des Dänischen Frauenvereins:

»Ich habe keinen Wunsch zur Herrschaft zu kom­men. Ich wünsche nur, das die Frauen diese Herr­chaft mit den Männern teilen, um mit ihnen in der Arbeit für Frieden und Rechtschaffenheit auf Erden zu sein«.

 

Charlotte Klein.

Mitbegründerin und Vorsitzende der ersten Direk­tion des Frauen Lesevereins und Vorsteherin der weiblichen Zeichen- und Kunstgewerbeschule:

»Wir würden die Sach über die Partei und nie die Partei über die Sache stellen. Auf diese Weise allein müszte mehr Wahrheit und mehr Gerechtigkeit in unser öffentliches Leben kommen«,

 

Johanne Meyer.

Hervorragende dänische Frauenrechtlerin, früher Redaktrice des Frauenblattes: «Was wir wollen«.

»Das Erste, was die Frauen tun würden, wenn sie in den Kommunalrat kämen, wäre eine Umordnung der Fürsorge für heimatlose Kinder, ob diese ehelich oder unehelich geboren sind.

Das Erste, was die Frauen tun würden, wenn sie politisches Stimmrecht und dadurch teil an der Gesetzgebungsarbeit bekämen, würde sein, dasz sie für die Abschaffung des Krieges wirken und das Schiedsgericht an die Stelle der Entscheidung durch die Waffen setzen wurden. Tausende von Frauen Sehen die Friedenssache von der ethischen Seite an. Sie sehen den entsetzlichen Widerspruch, in der die Gesellschafft den Jüngling erzieht, indem sie ihm sagt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, und ihn gleichzeitig lehrt dasz derjenige der gröszte Held ist der die Meisten ermordet! Die Bruderliebe wird zunehmen, geläntert und lebendiger werden in der Gesellschaft, in der die Frau dasselbe Recht hat wie der Mann.

 

Elna Munch.

Begründerin des Allgemeinen Frauenwahlrechtsverbandes in Kopenhagen:

»Durch Erlangen des politischen und kommunal an Wahlrechts würden die Frauen den Männern wirtschaftlich und rechtlich gleichgestellt worden. Manche Frauen behaupten, dasz sie, wenn sie Anteil an der Gewalt gewinnen, eine gröszere Rechtschaffenheit, als sie die Männer betätigen, zur Geltung bringen werden. Das glaube ich nicht. Ich bin aber überzeugt, dasz sie auf vielen Gebieten mehr ausrichten werden als die Männer, während diese anderes besser tun werden. Das wahrscheinlichste ist, dasz beide Teile in nutzbringender Weise einander ergänzen werden, im öffentlichen Leben so gut wie im privaten.

 

Johanne Münter.

International-Sekretärin des Wahlrechtverbandes Dänemarks von 1904:

»Wenn wir Frauen herrschten, würden wir vor allem die Autorität über unsere Kinder übernehmen, wie es von der Natur bestimmt ist, was wir in der Tierwelt sehen können. Die Mutter versteht ihre Kin­der besser als der Vater. Ferner würde sie, falls sie kommunales Stimmrecht erlangt, alles daransetzen, um die Moral der jungen Söhne zu schützen, was bisher, namentlich in groszen Städten, sehr wenig der Fall gewesen ist. Ich glaube, dasz in erster Linie das Muttergefühl hervortreten müszte«

 

Charlotte Norrie.

Präsidentin des Dänischen Nationalrats.

»Diese Frage werden 10 Weise nicht beantworten können«.

 

Louise Nørlund.

Vorsitzende des Kopenhagener-Frauenwahlrechts-verbandes:

»Die Frauen würden sicher durch ihre Teilnahme an der Gesetzgebungsarbeit eine sachlichere Politik in die gesetzgebenden Versammlungen bringen, als es jetzt der Fall ist. Sie würden die Klassenpolitik hemmen und der schlechten Parteipolitik entgegen wirken, die mehr auf die Begünstigung eines einzelnes Standes zielt, als auf Hebung der Gerechtigkeit durch die Gesetzgebungsarbeit. Der Gerechtigkeitsgedanke wird die tragende Kraft in der Gesetzgebungsarbeit der Frauen